Messtechnik

Das Inframatic 9200 arbeitet mit der Nah-Infrarot-Technik (NIT), um die Feuchtigkeit, den Proteingehalt und andere Parameter zu messen. NIR Geräte können auf verschiedene Weise konstruiert sein und unterschiedliche Messtechniken verwenden. Nachfolgend möchten wir die von uns ausgewählten Lösungen aufführen und den Grund für unsere Wahl erklären.

Rotationsfilteroptik

Mit Hilfe der Rotationsfiltertechnik können mehrere Messungen pro Sekunde durchgeführt werden. Dabei werden von jeder Probe in 40 Sekunden 100 Teilproben gemessen und der Durchschnittswert zur Anzeige gebracht.

Die Ganzkornanalyse ist nur eine von vielen Anwendungen, bei der die Filtertechnik eingesetzt wird. Weitere Anwendungen finden sich bei faseroptischen Telekommunikationsgeräten sowie Blutanalyse- und Anästhesiegeräten.

NIT-Spektroskopie

Grundsätzlich kann ein Instrument entweder im Reflektions- oder im Transmissionsmodus betrieben werden. Bei beiden Methoden wird gemessen, wie viel Licht von der Probe absorbiert wird. Wird in Reflektion gemessen, so wird der Detektor auf der Seite angebracht, auf der die Lichtquelle steht. Wird in Transmission gemessen, so wird der Detektor auf der gegenüberliegenden Seite angebracht. Im Prinzip sind die Methoden gleich, denn sowohl in Transmission als auch in Reflektion durchdringt das Licht die einzelnen Getreidekörner nicht vollständig, sondern wird von ´Korn zu Korn reflektiert´ und durchläuft so die Probe.

Multiple lineare Regression

Um die Analyse durchzuführen, muss das NIR-Ganzkorn-Analysengerät die erfasste Spektralinformation in einen Protein- und Feuchtigkeitsgehalt umwandeln. Dazu stehen mehrere Methoden zur Verfügung. Typischerweise verwendet das Inframatic 9200 die Methode der multiplen linearen Regression (MLR). Die MLR-Methode ermöglicht stabile Kalibrierungen und wird auch dann erfolgreich angewendet, wenn nur wenige Proben für die Entwicklung der Kalibrierung verfügbar sind